Newsletter und Autoresponder Tools im Vergleich
Mittwoch, 20 Januar, 2010
Wer professionell E-Mails in großer Stückzahl versenden und sich vielleicht auch noch eine eigene Empfänger-Liste aufbauen und diese dann verwalten will ist auf verlässliche und funktionale Tools angewiesen. Das Konfigurationstool “Confixx“, das auf vielen Webservern zum Einsatz kommt und sich auch oft bei Hosting-Paketen findet, bietet zwar von Haus aus eine ganz simple Autoresponder-Funktionalität und sogar die Möglichkeit Mailing-Listen anzulegen, doch damit stößt man schnell an die ersten Grenzen und wird am Wachstum gehindert. Um sich also selbst keine Steine in den Weg zu legen, ist es sehr ratsam gleich von Anfang an auf das richtige, bzw. auf ein zukunftsfähiges Newsletter-Tool zu setzen!
Aufgrund der aktuellen Rechtslage sollte man dabei unbedingt darauf achten, dass das verwendete Tool den zukünftigen Empfängern die Eintragung über das “Double-Opt-In“- oder wenigstens das “Confirmed Opt-In”-Verfahren ermöglicht. So reduziert man gleich die Gefahr für lästige Abmahnungen wegen “unerwünschter Werbung” oder ähnlichem! Grundsätzlich gilt für den Newsletter-Versand aber auch:
If it looks like spam and smells like spam, some people may consider it spam, even if they did sign up for it!
Also im eigenen Interesse immer schön sauber bleiben und nur Sinnvolles rausschicken! Ihr wisst ja: “Don’t be evil!”
Nun aber endlich zu den verfügbaren Tools. Wer die Newsletter-Verwaltung auf dem eigenen Server belassen und nicht an externe Anbieter auslagern will, kann kostenlose Open-Source Software wie phplist oder OpenEMM einsetzen. Während phplist ganz auf das Newsletter-Management konzentriert ist, bietet OpenEMM zusätzlich noch Elemente aus dem CRM-Bereich (Customer Relationship Management).
Während die Leistung und der Funktionsumfang von phplist großen Anklang und viel Lob finden, tun sich jedoch viele Anwender mit der komplizierten Konfiguration und dem unübersichtlichen Backend schwer. Sucht man nach Alternativen zu phplist findet man zum Beispiel Simple Mailing List von NotOneBit, Dada Mail von Justin Simoni (Pro-Version für $44) oder poMMo (letztes Update 2008).
Online-Tools
Wie heute auch bei vielen anderen Tools und in anderen Bereichen (Beispiel Hosting: eigener Server – managed Server) üblich oder zumindest verfügbar, ist es einfacher wenn man Einrichtung und Wartung Anderen überlässt und dafür einen kleinen Obolus zahlt. Da ich mich persönlich nicht sonderlich gerne mit komplizierten technischen Einstellungen und stundenlangen Update- und Wartungsdiensten beschäftige, habe ich den Fokus dieses Beitrags auf diese kostenpflichtigen Online-Tools gelegt. Die Zeitersparnis ist mir einfach das Geld wert!
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Einer der bekanntesten Services ist sicherlich Aweber. In USA und generell im englischsprachigen Raum konnte das Team rund um den Gründer Tom Kulzer viele zufriedene Kunden gewinnen, die auch stark und gerne die Empfehlungstrommel gerührt haben. Seit dem Start im Jahr 1998 wurde der Funktionsumfang stetig erweitert und optimiert. Im Blog und per Newsletter werden zudem viele hilfreiche Tipps rund um’s E-Mail-Marketing weitergeben – ein Besuch lohnt sich also auch für Nicht-Kunden. Preislich geht es bei $19 monatlich, $49 quartalsweise oder $194 jährlich für 500 Empfänger los. Steigt die Empfängerzahl wird es stufenweise teuer…
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Um die Reihenfolge fair zu gestalten fahre ich einfach mal alphabetisch mit CampaignMonitor fort. Nach eigenen Angaben ein Dienst für “Designer und ihre Kunden”. Der Funktionsumfang ist mit Features wie Listen-Verwaltung, Bounce-Management, Klick-Tracking und Erfolgsauswertung ähnlich, wenn nicht sogar fast gleich. Besonders hervorgehoben werden die “Designfunktion für schöne E-Mails” sowie die White-Label und Resell-Möglichkeiten. Inwiefern sich CampaignMonitor damit tatsächlich von der Konkurrenz abheben kann, habe ich noch nicht getestet. Das Abrechnungsmodell lädt zumindest zum Testen ein, denn man zahlt keine monatlichen Grundgebühren sondern nur für verschickte E-Mails. Pro Kampagne die an mehr als 5 Empfänger geht 5 Dollar plus 1 Cent für jeden Empfänger. Bei 500 Empfängern wären das also $10. Schickt man zwei Mailings pro Monat raus, wäre AWeber allerdings günstiger.

Der niedliche Affe von MailChimp liefert bei Kampagnen in diesem Umfang sogar ganz kostenlos! Bis 500 Empfänger und 3000 E-Mails pro Monat ist und bleibt MailChimp gänzlich umsonst, ab 501 Empfängern werden dann entweder $30 pro Monat fällig oder man bezahlt wie bei CampaignMonitor für jede einzelne Mail (ab 0,5 Cent). Die Feature-Liste ist dagegen nicht kürzer, sondern sogar länger! Von Google Analytics Integration über A/B Split Testing bis zu einer API-Schnittstelle ist so ziemlich alles dabei, was man sich wünschen kann. Zur einfacheren Integration werden unter anderem Plugins für Drupal, Joomla, Magento, osCommerce und WordPress geboten.

In etwas kleinerem Maßstab (bis 100 Empfänger) ist auch Newsberry komplett kostenlos. Danach geht es wie bei AWeber stufenweise aufwärts (bis 500 Empfänger $9, bis 1000 Empfänger $15, usw.). Die Anzahl der zu sendenden E-Mails ist dabei nicht beschränkt und es gibt kostenloses Hosting für integrierte Bilder dazu. Erfreulicherweise kann man auch pro Mail zahlen, 500 Stück kosten einzeln beispielsweise 7,50 Dollar.
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Sendloop verzichtet ganz auf monatliche Kosten und rechnet nur per E-Mail ab. Jeden Monat gibt es 25 kostenlose Credits (Mails) und jede weitere kostet genau 1 Cent. Eine Mail-Kampagne an 1500 Empfänger würde also 15 Dollar kosten. Auch hier gibt es die üblichen Verwaltungs-, Template-, Analyse- und Integrations-Features.
Über den Feature-Vergleich bei MailChimp bin ich noch auf ConstantContact (bis 500 Empfänger $15 pro Monat) und iContact (250 Empfänger $9,95 pro Monat, 500 Empfänger $14, usw.) aufmerksam geworden. Wenn man dem Vergleich glauben darf, ist MailChimp aber günstiger und umfangreicher.
Foto: © SXC.hu/Stephanie Hofschlaeger